Aquarium-Wasserwechsel

Aquarium-Wasserwechsel

Der Aquarium-Wasserwechsel gehört mit zu den wichtigsten und elementarsten Aufgaben eines jeden Aquarianers. Anfänger denken beim Thema Wasserwechsel häufig an ein vollständiges Auswechseln des im Becken befindlichen Wassers. Das gesamte Aquarium-Wasser wechseln solltest du auf keinen Fall, denn so zerstörst du das ökologische und durch Bakterien unterstützte Gleichgewicht in deinem Becken und gefährdest womöglich die Gesundheit deiner Pflanzen und Fische.

Wozu das Ganze?

Es stellt sich dir vielleicht die Frage, warum ein Aquarium-Wasserwechsel bei funktionierendem und eingefahrenen Filtersystem überhaupt notwendig ist? Bei deinem Aquarium handelt es sich um ein geschlossenes System, welches nicht wie in der Natur üblich über Zu-und Abläufe verfügt. Dies hat zur Folge, dass sich auch bei ausreichender Filterleistung Schadstoffe in deinem Becken ansammeln, die durch Ausscheidungen deiner Fische, bakterielle Prozesse und durch abgestorbene Pflanzen sowie Futterreste entstehen. So ist es notwendig, in regelmäßigen Abständen altes Wasser aus deinem Aquarium zu entnehmen und dieses durch neues, aufbereitetes Aquariumwasser zu ersetzen.

Wie oft ist ein Aquarium-Wasserwechsel nötig?

Eine in vielen Aquariumbüchern beschriebene Faustregel besagt, das mindestens alle 2 Wochen ein Aquarium-Wasserwechsel gemacht werden sollte. Hierbei ist mindestens 1/3 des Aquariumwassers zu tauschen. Die meisten Aquarianer haben hierbei ihr eigenes Rezept über die Häufigkeit und den Umfang der zu tauschenden Wassermenge. Je nach Beckengröße, eingesetztem Filtersystem und Fischbesatz, kommt jedes Aquarium auf einen anderen Wechselzyklus. Richtwerte sind immer gut, um sich als Einsteiger zurechtzufinden, aber auch du wirst deine Erfahrungen machen und deinen eigenen Wechselzyklus finden.

So mache ich es

In meinem 270 Liter Juwel Becken entnehme ich immer um die 6-8 Eimer Schmutzwasser, was einer Menge von 60-80 Litern entspricht. Natürlich sind 80 Liter nicht genau 1/3 von 270 Litern, aber du musst hierbei bedenken, dass dein Aqariumbecken ja mit Bodengrund und Dekorationsartikeln gefüllt ist und somit eine Berechnung anhand des Leervolumens zu einem falschen Ergebnis führt. Mit meinen 80 Litern liege ich also durchaus im Sollbereich der Wassermenge.
Zum Wiederbefüllen verwende ich reines Osmosewasser, das ich aufgrund meines sehr harten Leitungswassers 2 zu 1 verschneide. So erhalte ich ein sauberes und sehr weiches, sowie für Fische und Pflanzen artgerechtes und schadstofffreies Aquariumwasser. Eine wie in meinem Fall verwendete Osmoseanlage ist aber nur bei extrem harten Wasser zwingend notwendig. In das neu eingefüllte Aquariumwasser gebe ich zum Schluss noch einen Wasseraufbereiter, der je nach Anleitung des Herstellers dosiert werden muss.

 

Bei Gelegenheit direkt noch etwas sauber machen…

Ich persönlich nutze den Aquarium-Wasserwechsel auch gleichzeitig zur Reinigung des Bodengrundes unter Zuhilfenahme eines Mulmsaugers. Einige Mulmsauger besitzen zum erleichterten Start eine Ansaughilfe, die verhindern soll, dass du versehentlich Aquariumwasser in den Mund bekommst. Ich besitze nur einen einfachen Mulmsauger und auch ohne die Ansaughilfe bekomme ich nie etwas Wasser aus dem Aquarium versehentlich in den Mund. Ein 10 Liter Putzeimer eignet sich meiner Meinung nach für das Schmutzwasser und das Wiederauffüllen am besten, da er relativ leicht zu handhaben ist und du auch die entnommene Wassermenge gut im Blick hast.

Hierzu solltest du den Mulmsauger in eng angelegten Abständen 1-2 cm in den Bodengrund stecken, um nicht nur die Oberfläche deines Bodengrundes zu erreichen. Gerade unter dem Sand befinden sich viele anorganische Stoffe und Pflanzenreste, die für eine gute Wasserqualität auf jeden Fall entfernt werden sollten. Etwas vorsichtig solltest du bei der Reinigung mit dem Mulmsauger auf jeden Fall sein, denn die Wurzeln deiner Pflanzen, wie auch sich im unteren Bereich befindliche Blätter können schnell beschädigt werden. Beim Reinigungsvorgang solltest du ebenfalls darauf achten, das kein Bodengrund versehentlich mit dem Wasserstrom in den Eimer gezogen wird. Mit etwas Übung solltest du hier aber schnell den richtigen Dreh raus haben 🙂

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