Fische züchten: So sorgst du dafür dass deine Fische sich vermehren

Fische züchten vermehren

Für viele Aquarianer ist das Thema Fische züchten ein Buch mit sieben Siegeln. Dabei braucht man in der Praxis keine jahrelange Erfahrung damit sich auch bei dir Nachwuchs einstellt. Viele Neulinge im Bereich der Aquaristik wissen auch nicht, dass fast alle für  Süßwasser-Aquarien im Zoofachhandel erhältliche Fische Nachzuchten sind und nicht in freier Wildbahn gefangene Exemplare sind. Natürlich ist es bei manchen Zierfisch-Arten um ein vielfaches aufwendiger als bei anderen Arten, die Fische zur Fortpflanzung zu bewegen. Generell kann aber gesagt werden, dass bei richtiger Stimulation der Fische, durch für die Fortpflanzung geeigneter Lebensbedingungen, fast alle im Zoofachhandel erhältlichen Arten auch bei dir zu Hause gezüchtet werden können. In diesem Artikel möchte ich dir nun ein paar grundlegende Dinge rund um das Thema Fische züchten und Vermehrung von Zierfischen allgemein aufzeigen um dir zu diesem Thema einen groben Überblick zu verschaffen

Generelle Voraussetzungen für erfolgreiches Fische züchten

Bevor du dich mit dem Thema Fische züchten näher auseinander setzt, solltest du dich zuerst darüber informieren welche Bedingungen die von dir zur Zucht ausgewählte Fischart geschaffen werden muss, damit dir auch eine erfolgreiche Vermehrung gelingt.Wie schon erwähnt, müssen Aquarium-Fische in einer für die Fortpflanzung geeigneten Stimmung sein um erfolgreich Jungfische zu bekommen. Geeignete Wasser-Verhältnisse, die Vergesellschaftung für die Zucht geeigneter Pärchen, richtige Temperatur-Bereiche und der Einsatz des richtigen Futters, sind notwendige Voraussetzungen für ein erfolgreiches Fische züchten.

Generell kann gesagt werden, dass bei einer professionell ausgelegten Zierfisch-Zucht, das ganze Aquarium-Becken allein auf die Zucht einer Fischart ausgelegt sein muss um auch stetige Erfolge durch die Schaffung der richtigen Parameter zu erzielen. Eine erfolgreiche Zucht von Fischen in einem Gesellschaftsbecken lässt sich bis auf wenige Ausnahmen aber eher selten Planen und realisieren. Einige Lebendgebärende Fische wie Guppys und Platys oder auch eierlegenden Fische wie Skalare und Welse können aber durchaus auch in einem Gesellschaftsbecken bei guten Bedingungen Nachwuchs bekommen.

So erhöhst du die Wahrscheinlichkeit von Nachwuchs in deinem Aquarium

Wenn die Wasserwerte in deinem Aquarium stimmen, du über ein Weibchen und Männchen einer Fischart verfügst und nicht einen zu hohen Besatz in deinem Aquarium-Becken hast, dann stehen die Chancen gar nicht so schlecht über Kurz oder Lang auch einmal Jungfische in deinem Aquarium-Becken begrüßen zu können. Sehr oft merkst du aber erst durch die unvermittelt auftauschenden Jungfische, dass sich Nachwuchs eingestellt hat. Wenn du nur wenige Fische züchten möchtest und es dir in erster Linie nur um die Erhaltung der Fischart geht, dann würde ich dir raten die Junge nicht in ein Aufzucht-Becken zu verfrachten, sondern die Jungfische sich selbst zu überlassen. Ein paar schaffen es auf jeden Fall immer sich vor Fress-Feinden verstecken zu können.

Pflanzen und Verstecke retten das Leben deiner Jung-Fische

Ohne ausreichende Verstecke wie Nussschalen, Höhlen oder eine dichte Bepflanzung wirst du es aber nicht erleben, dass die kleinen Fische über einen längeren Zeitraum in deinem Aquarium überleben können. Für größere Fische sind die Jungen eine willkommene Abwechslung auf ihrer Speisekarte und eine Rücksicht den Jungen Fischen gegenüber solltest du nicht erwarten. Bei lebendgebärenden Fischen wie Guppys Schwertträgern und Platys versucht das Muttertier zum Teil direkt nach der Geburt die Jungtiere wieder aufzuessen. Da die Fische aber ab dem Augenblick ihrer Geburt vollständig entwickelt sind, können sie sich ohne weiters direkt vor dem Muttertier in Sicherheit begeben.

Eine weitere Möglichkeit deinen Nachwuchs beim Fische züchten vor dem Fresstod zu beschützen ist ein sogenannter Ablaichkasten. Dieser wird in dein eigentliches Becken eingehangen und ist in einen oberen und einen unteren Bereich aufgeteilt. Das Muttertier wird in den oberen Bereich gesetzt und die (noch bewegungsunfähigen) Jungtiere fallen direkt nach der Geburt durch ein feinmaschiges Gitter in den unteren Bereich. Dies macht es dem Muttertier unmöglich die Jungen zu fressen.

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