Garnelen-Aquarium: 5 Tipps zur Haltung der wirbellosen Tiere

Garnelen Aquarium Tipps Haltung

Die Garnelen-Haltung erfreut sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit. Dies liegt unter anderem daran dass einige Arten relativ einfach zu halten sind und auch in verhältnismäßig kleinen Becken leben können – und da Nano-Becken ebenso voll im Trend liegen werden sie oft als Garnelen-Aquarium in Betrieb genommen. Als Anfänger in der Garnelen-Haltung oder in der Aquaristik allgemein wirst du sicher folgende 7 Tipps gut gebrauchen können.

1. Gruppenhaltung ist ein absolutes Muss

Garnelen sind Gruppentiere und für eine artgerechten Haltung muss dieses unbedingt berücksichtigt werden. Die meist in der Fachliteratur angegebene Mindestmenge an Tieren liegt bei 5 Tieren, wobei ich persönlich mindestens zu der doppelten Menge raten würde. Wichtig ist hierbei dass du auch nur Tiere der genau gleichen Art zu dieser Gruppe zählst, denn andere Wirbellose Tiere oder Fische haben für die Gruppenbildung deiner Garnelen keinen Wert. Natürlich kannst du Garnelen trotzdem mit anderen Tieren vergesellschaften oder eine Gruppe Garnelen auch in ein schon bestehendes Gesellschaftsbecken mit Aquarium-Fischen setzen.

2. Sorge für Versteckmöglichkeiten im Garnelen-Aquarium

Für Garnelen ist es, wie auch für andere Aquarium-Bewohner, extrem wichtig sich verstecken zu können. Diese Verstecke werden von den Tieren besonders für die Häutung genutzt, aber sie ziehen sich zwischendurch auch gerne dahin zurück um sich einfach auszuruhen und die Garnelen-Seele baumeln zu lassen. 🙂 Geeignete Verstecke schaffst du zum Beispiel durch geschickte Bepflanzung, aber auch Aquarium-Deko wie Höhlen und Steine werden von den Tieren gerne angenommen.

3. Garnelen nicht zu häufig füttern

Besonders Aquarium-Anfänger meinen es beim Füttern ihrer Tiere oftmals zu gut und geben deshalb zu viel Futter in ihr Garnelen-Aquarium. Dies ist schlecht für die Wasserwerte deines Aquarium-Wassers, und besonders bei einem kleinen Volumen kippt dieses sehr schnell um. Nutzt du spezielles Garnelen-Futter, wie beispielsweise Tetra Crusta Granules, solltest du immer nur so viel in dein Garnelen-Aquarium geben, dass es von den Tieren innerhalb von einer Stunde vollständig verzehrt werden kann. Da Garnelen Allesfresser sind kannst du auch Gemüse wie Gurke oder Möhre verfüttern. Dies solltest du spätestens nach einigen Stunden wieder aus dem Becken nehmen da es sonst fault und dein Aquarium-Wasser belasten könnte.

Übrigens: Natürlich freuen sich deine Garnelen über einen abwechslungsreichen Speiseplan, du solltest aber auch wissen das deine Tiere eine sehr lange Zeit ohne Nahrungszufuhr auskommen können. Dies liegt an der Tatsache dass sie sich auch von abgestorbenen Pflanzenteilen und kleinsten Mengen an Algen ernähren. Noch mehr Infos zum Füttern deiner Garnelen findest du in diesem Artikel.

4. Die Garnelen-Haltung mit einer pflegeleichten Art anfangen

Wenn du neu in der Garnelen-Haltung bist dann ist es ratsam für den Anfang mit einer pflegeleichten Art von Zwergganelen in dieses Thema einzusteigen. Dies kann zum Beispiel eine Gruppe von Red Fire Garnelen sein da diese Tiere kleinere Haltungs Fehler verzeihen. Größere Arten wie Tiger-Garnelen oder andere Hochgezüchtete Arten sind da weitaus empfindlicher und für ein Anfänger Garnelen-Aquarium ehr nicht zu empfehlen.

5. Früh genug Abnehmer für den Nachwuchs suchen

Als Besitzer von einem Garnelen-Aquarium sollte für dich die artgerechte Haltung an erster Stelle stehen. Dies hat die Konsequenz dass sich die Tiere wohl fühlen und höchst wahrscheinlich auch in relativ kurzer Zeit Nachwuchs bekommen werden. Dann wird schnell dein Becken zu klein und du hast Zwei Möglichkeiten: Entweder du kaufst regelmäßig größere Aquarien oder du sorgst früh genug dafür Leute zu haben die dir deine Tiere abnehmen. Dies kannst du zum Beispiel über eine Internet-Tauschbörse tun, aber auch in Foren werden Tiere angeboten und finden dort auch dankbare Abnehmer.

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