Piranha-Haltung – Diese Voraussetzungen solltest du schaffen

Piranha Haltung

Für manch einen klingt dies sicherlich abenteuerlich und vielleicht denkst auch du wenn du das Wort „Piranhas“ hörst als erstes an einen alten James Bond Film. Dabei ist es gar nicht mehr so weit her geholt: Rote Piranhas habe ich mittlerweile schon oft in größeren, gut sortieren Aquarium-Läden gesehen. Natürlich gibt es Fische die einfacher zu halten sind , aber auch die Haltung dieser relativ großen, interessant aussehenden Raubfische lässt sich regeln – vorausgesetzt du beschäftigst dich auch mit den Bedürfnissen dieser Tiere und beachtest diese.




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Grundvoraussetzungen schaffen

Die wichtigsten Faktoren bei der Haltung von Piranhas sind die Beckengröße und die Einrichtung, sprich Dekoration und Bepflanzung von dem Piranha Aquarium. Was du definitiv wissen sollest: Piranhas werden ziemlich alt, mit 20 Lebensjahren kannst du mindestens rechnen und sie sollten artgerecht in einer Gruppe gehalten werden. Die bevorzugte Wassertemperatur der Tiere liegt bei zirka 25 Grad. Piranhas wurden in der Vergangenheit als sehr scheu beschrieben, neueste Erkenntnisse zeigen aber dass sie durchaus eine Beziehung zu ihrem Halter aufbauen können und sehr neugierig sind.

Beckengröße bei der Piranha-Haltung: Es darf etwas größer ausfallen

Der rote Piranha kann eine Länge von bis zu 30 cm erreichen. Männliche Tiere bleiben meist etwas kleiner (beachte dazu auch diesen Wikipedia Artikel) aber trotzdem ist dies ist eine stattliche Größe. Die meiste Fachliteratur die ich in der Vergangenheit zu diesem Thema gelesen habe empfiehlt mindesten 80 Liter Wasser pro Fisch und meiste eine Mindest-Beckelänge von 120 cm. Diese Literanzahl finde ich persönlich etwas knapp für die Piranha-Haltung und ich empfehle dir mit mindestens 100 – 120 Liter Wasser pro Fisch zu rechnen, so dass du bei 5 Fischen auf mindestens 500 Liter kommst. Auch bei der Beckenlänge würde ich mindestens auf 150 cm setzen, wobei es hier natürlich auch auf die weiteren Maße (besonders auf die Tiefe) des Beckens ankommt. Allegemein: Wenn es dein Wohnzimmer, oder das Zimmer in dem dein Aquarium steht erlaubt, wähle immer das größt-mögliche Becken. Deine Piranhas werden es dir danken.

Bepflanzung, Dekoration und Filter

Piranha Haltung Vorausetzungen

Piranha-Haltung: Der rote Piranha mag gern Fisch.

Die Bepflanzung solltest du bei der Piranha-Haltung anders verteilen als bei einem herkömmlichen Süßwasser-Aquarium, bei dem meist der Hintergrund stark bepflanzt ist und im mittigen Vordergrund Freiraum zum schwimmen gelassen wird. Da sich Piranhas oft in den Pflanzen verstecken und dort regungslos ausharren, ist es sinnvoll die Pflanzen gut im gesamten Becken zu verteilen und so mehrere Schwimmräume, aber auch Versteckmöglichkeiten zu schaffen. Die Pflanzen für die Piranha-Haltung sollten stabil sein und kleinere und hochwachsende Pflanzen können sich gerne abwechseln. Als Dekoration würde ich große Wurzeln wählen, denn durch diese können die Piranhas sich verstecken und ihre Bereiche im Becken abgrenzen.

Beim Filter sind auch bei der Piranha-Haltung auf die üblichen Dinge zu achten, wie zum Beispiel eine mindesten 2-malige komplett Umwälzung pro Stunde, wobei hier mehr immer besser ist. Achte jedoch darauf dass keine zu starke Strömung entsteht, dann die mögen die Piranhas nicht so gerne. Ich empfehle dir weiterhin einen Vorfilter zu verwenden, um groben Schmutz und Futterreste aus dem eigentlichen Aussenfilter fernzuhalten. Dadurch muss dieser weniger oft gereinigt werden.




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Futter für deine Raubfische

Piranhas mögen Fisch, und diesen solltest du bei der Piranha-Haltung hauptsächlich verfüttern. Hierbei kannst du nahezu auf das komplette Fischangebot in der Tiefkühltheke deines Supermarktes zurückgreifen. Ebenso wird Muschelfleisch gerne angenommen. Achte beim Füttern deiner Piranhas auf eine bestimmte Abwechslung, auch Geflügel wird von den Fischen gern gegessen. Sehr wichtig ist bei Tiefkühlware ist das vorherige auftauen: Piranhas fressen sehr schnell, und dies kann bei noch gefrorenen Eisbrocken schnell unangenehm für die Tiere werden. Ausserdem belastet das phosphathaltige Tauwasser dein Aquarium-Wasser, und dies kann wiederum zu Algenwachstum führen.

1 Kommentar

  1. Ulrich Eich

    Auch Geflügel wird von den Fischen gern gegessen….Aha, wenn man bedenkt, wie die Menschen mitunter fressen…passt das schon irgendwie !

    Antworten

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