Warum ein (Aktiv-) Kohlefilter im Aquarium?

Warum Aktiv Kohle Filter Aquarium

Die Filterung mit Aktivkohle wird nicht nur seit langer Zeit in der Aquaristik eingesetzt. Auch in anderen Bereichen werden Kohlefilter verwendet um Gase oder Flüssigkeiten zu reinigen.

So findet man Aktivkohle beispielsweise auch zur Filterung in Fahrzeugkatalysatoren oder in der Trinkwasseraufbereitung.

Was Aktivkohle ist, warum sie in Aquarien eingesetzt wird und was sie für dein Becken bringen kann erfährst du in diesem Artikel.

Was genau ist Aktivkohle?

Aktivkohle wird umgangssprachlich auch als A-Kohle oder medizinische Kohle bezeichnet. Sie besteht zu einem Großteil (meist über 90 Prozent) aus hochporösem Kohlenstoff. Sie wird zur Entfernung von unerwünschten Farb-, Geschmacks- und Geruchsstoffen aus Gasen, Dämpfen und Flüssigkeiten eingesetzt. Noch mehr Infos hierzu bekommst du in diesem Wikipedia Artikel.

In der Aquaristik wird Aktivkohle meist gepresst oder als Granulat, in herkömmlichen und ausreichend großen Aquarium Innenfiltern oder Aquarium Außenfiltern, als zusätzliches Filtermedium verwendet. Man spricht hierbei oftmals auch vereinfacht von „Kohlefiltern“.

Hierfür wird die Aktivkohle in kleine Säcken gepackt und zu den schon vorhandenen Filtermedien in die Filterkammer gegeben. Speziell für die Aquaristik vertriebene Aktivkohle, wie zum Beispiel die des Herstellers Fluval, wird bereits mit den Säcken geliefert und eignet sich deshalb ideal für den Einsatz im Aquarium.

Wichtig: Wenn du Aktivkohle als zusätzliches Filtermedium in deinem Aquarium-Filter einsetzt, denke daran die ungefähr gleiche Menge an bereits vorhandenen Filtermedien zu entnehmen. Nur so stellst du sicher, dass der Filter seine Durchflussmenge weiter aufrecht erhalten kann. Eine alleinige Filterung mit Aktivkohle ist nicht ausreichend. Die üblichen mechanischen und biologischen Filtermedien erfüllen auch beim Einsatz von Aktivkohle wichtige Aufgaben bei der Filterung deines Aquariumwassers!

Was macht die Kohle mit dem Aquarium Wasser?

Durch die hochporöse Struktur der Aktivkohle, ist sie in der Lage Stoffe aus dem Aquariumwasser zu absorbieren, sprich aufzunehmen. Das Wasser wird also gefiltert. Besonders gut absorbiert die Kohle beispielsweise Harnstoffe, Huminstoffe oder Stoffwechselprodukte.

Wann sollte ich einen Kohlefilter in meinem Aquarium verwenden?

Eine Aktivkohlefilterung ist keine Grundvorraussetzung für ein gut laufendes Aquarium und sollte nicht dauerhaft eigesetzt werden. Es gibt aber einige Situationen, bei der die Kohlefilterung Sinn macht und/oder sie die Wasserwerte in deinem Aquarium verbessern kann.

Kohlefilterung bei Verfärbung des Aquariumwassers

Besonders beim Einsatz von bestimmten Wurzelarten, Seemandelblättern oder Erlenzapfen kann es zu einer bräunlich bis gelblichen Trübung des Aquariumwassers kommen. Dies liegt an Huminstoffen die aus dieser Aquariumdeko an das Wasser abgegeben werden wenn diese vorher nicht ausreichend gewässert wurden. Die Trübung durch Huminsäure ist für die Wasserwerte in deinem Becken unbedenklich, kann aber aus optischen Gesichtspunkten als störend empfunden werden.

Kohlefilterung nach dem Einsatz von Medikamenten im Aquarium

Manchmal ist ein Einsatz von Medikamenten im Aquarium notwendig. Nach dem Einsatz solltest du in jedem Fall einen Teilwasserwechsel durchführen um die Medikamente wieder aus dem Aquariumwasser zu entfernen. Aktivkohle kann dabei unterstützend wirken, da sie ebenso Medikamentenrückstände aus dem Wasser absorbiert.

4 Kommentare

  1. ChingghisKhan

    Zitat: „Eine Aktivkohlefilterung ist keine Grundvorraussetzung für ein gut laufendes Aquarium und sollte nicht dauerhaft eigesetzt werden.“
    Genau, bei Düngung von Pflanzen ist Kohle zu vermeiden, da sie den Dünger aus dem wasser entfernt.

  2. Matthias Schwarz

    Zitat: „ und sollte nicht dauerhaft eingesetzt werden.“

    Das sollte dringend *FETT* gedruckt werden.
    Dauerhafter Einsatz zerstört die biologische/bakterielle Struktur im Aquarium!

  3. Gassner Hanelore

    Das Wasser ist klarer geworden aber möchte trotzdem wiesen warum sollte man es nicht dauerhaft einsetzen und wie lang sollte ich es drin lassen od raus nehmen?

  4. Ralf

    Tja,
    wünschenswert wäre wenn es auch mal richtig fundierte Aussagen zur Aktivkohlefilterung gäbe. Aber grade ein Anfänger der sich durch den Wust an Meinungen oder Auslegungen zum Thema liest läuft sich bald schreiend davon.

    Ich habe langsam alles durch – gibt nun die Aktivkohle „gesammelte“ Giftstoffe wieder an das Wasser ab – oder eben nicht? Jeder erzählt etwas anderes, von mact nix – hört halt auf zu „wirken“ bis das man die Kohle nach spätestens einer Woche rausnehmen soll. Das steigert sich hoch bis zu einem Monat. Irgendwo muss es doch mal etwas geben mit dem man – statt Meinungen – auch fundiertes Wissen vermittelt bekommt. Jetzt kommt auch noch hinzu das die biologisch/bakterielle Struktur des Aquariums geschädigt wird.

    Langsam glaube ich das es besser ist seine Aquarien an den Glascontainer zu stellen – nicht nur bei Aktivkohle, sondern bei fast jedem Filtermedium gehen die Meinungen von Schwarz nach Weiß, von Hölle bis zum Garten Eden.

    Desgleichen bekommt man erklärt jede Woche ein Drittel des Wassers zu tauschen, ja warum filtert man denn noch? Gehen wir doch an den Wasserhahn und stellen einen passenden Durchfluss ein dann ist der Filter ganz überflüssig.

    Mir kommt es langsam so vor als wenn ein Jeder der Superhero ist und alles richtig macht – dann trifft dieser übermorgen einen anderen Hero und wieder ist alles ganz anders.

    In jedem Forum erfährt man etwas anders das die grade gewonnenen Erkenntnisse wieder über den Haufen wirft und man ganz von vorne sich wieder „schulen“ lassen muss.

    Blondinenwitz passt gut dazu: Warum dürfen Blondinen keine Kaffeepause machen? Antwort: weil man sie dann wieder neu anlernen muss.

    In Ebay verkaufen die Leute ihre teuer gekauften Aquarien zum Spottpreis – teilweise bekommt man sein Zeug nichtmal verschenkt.

    Ich habe nach 30 Jahren Pause im Alter wieder neu angefangen und bin schockiert das wir damals so alles falsch gemacht haben was man nur machen konnte. Jetzt muss man den Master der Aquaristik machen, nebenbei Physik und Chemie studieren und das Labor das gebraucht wird um seine Fische am Leben zu halten braucht mehr Platz wie ein kleines Aquaristik Geschäft.

    Das waren noch Zeiten als ich mein 450 Liter Becken an einem Doppekopf Eheim hängen hatte der nur mit groben Aquarienkies gefüllt war. Nitrit, Ph und GH, war das Nitrit gestiegen gabs einmal im Monat ein Viertel Frischwasser. Über Kohle hat man seperat gefiltert mit Watte drüber und drunter bis nix mehr rauskam.

    Eine Sensation für sich das ich nicht mehr wusste wohin mit den Fischen, sogar die Zwergbuntbarsche haben gedacht sie müssten die Erde neu besiedeln.

    Entschuldigung – ich habe echt keine Ahnung mehr was die neuesten wissenschaftliche Erkenntnisse belegen – aber wenn wir damals alles falsch gemacht haben dürfte es in den Läden nur Wildfänge zu kaufen geben.

    Langsam glaube ich wirklich da steckt Methode der Aquaristik-Lobby dahinter. Wirf weg was du gestern gekauft hast, damit bringst du deine Tiere um! Kauf hier das Ultimstive Mittel und verdiene dir dein Seepferdchen, spüle Geld in unsere Kassen.

    Ich glaube ich buddele mir nen Gartenteich und kippe alles dort rein – selektive Auswahl! Nur die harten kommen in den Garten….

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