Woche 4 – Aquarium Einrichten: Beleuchtungszeiten und die ersten Fische

Aquarium Guide Woche 4 - Die ersten Fische

Eine maximale tägliche Beleuchtungsdauer von 11 Stunden sollte zugunsten der Fische und Pflanzen stets nicht überschritten werden. Eine Abschaltphase am Mittag verhindert nicht nur einen vermehrten Algenwuchs durch die ansonsten stattfindende Dauerbeleuchtung, sondern verlagert auch die Betrachtungsphase meines Aquariums von 19:00 Uhr auf 22:00 Uhr, so dass ich auch in den Abendstunden nach der Arbeit genügend Zeit zur Betrachtung habe. Je nach Wohnsituation und Gewohnheiten kann man die Beleuchtung natürlich je nach Wunsch anpassen. Ein immer gleichmäßiger An- und Abschaltrhythmus sollte dabei aber stets gewährleistet sein.

Da es auch sehr schreckhafte Aquariumbewohner gibt, kann es je nach Besatz erforderlich sein, keinen all zu abrupten Beleuchtungswechsel zwischen

Aquarium Beleuchtungzeiten Zeitschaltuhr

Meine beiden Zeitschaltuhren: Eine für die Leuchtstoffröhren und eine für das Mondlicht.

Tag- und Nacht herbeizuführen. Ich persönlich nutze in meinem Aquarium einen Übergang in die Nachtphase mit Hilfe von blauen LEDs. Über eine gesonderte Zeitschaltuhr gesteuert, werden die sehr schwach leuchtenden LEDs zu Beginn der Ruhephase um 21:50 eingeschaltet und um 22:40 ausgeschaltet. Natürlich würde auch ein kürzerer Zeitrahmen nach hinten passen, die beruhigende Atmosphäre macht sich aber sehr gut im Wohnzimmer 🙂

Optimale Beleuchtungsdauer deines Aquariums:

Einschaltphase 1: 8:00 – 13:00 Uhr
Beleuchtungspause: 13:00 – 16:00 Uhr
Einschaltphase 2: 16:00 – 22:00 Uhr
Ruhephase: 22:00 – 8:00 Uhr

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Die ersten Fische nach dem Aquarium Einrichten

Wenn dein Becken zuverlässig läuft und auch alle Wasserwerte stimmen, kannst du dir jetzt Gedanken um deine ersten Fische nach dem Aquarium Einrichten machen. Wichtig ist, dass du gerade am Anfang eines neu eingerichteten Aquariums nicht zu viele Fische auf einmal in das sich noch weiter stabilisierende, ökologische Gleichgewicht deines Aquariums einbringst.

Unter Berücksichtigung deiner zur Verfügung stehenden Aquariumgröße solltest du dir in den letzten Tagen auf jeden Fall einen Plan über den gesamten Fischbesatz gemacht haben. Viele Fische müssen für eine artgerechte Haltung in kleineren Gruppen oder sogar größeren Schwärmen mit mindestens 20 Tieren gehalten werden. Auch ist bei der Auswahl deiner Fische nicht nur deren Aussehen oder die Farbenpracht wichtig, sondern vor allem der artgerechte Lebensraum der Fische auch in Bezug auf eine nötige Verträglichkeit der verschieden Fischarten zueinander.

Worauf muss ich achten?

Beim Kauf der Fische solltest du vor allem auf deren Gesundheit achten, denn es besteht die Gefahr, dass du dir direkt nach dem Aquarium Einrichten hierüber schon gleich die ersten Krankheitserreger einfängst. Wenn du vor den Becken im Zoogeschäft stehst, vergewissere dich immer ob es im Becken deiner ausgewählten Art tote oder kranke Tiere gibt und ob auch Fische in anderen Becken einen guten Eindruck machen. Der Händler wird die von dir ausgewählten Fische dann in mehrere mit Wasser und Luft gefüllte Plastikbeutel packen.

Für über eine Stunde reicht der Vorrat an Luft und Wasser in den Tüten aus, du solltest dich nach dem Kauf aber immer direkt auf den Nachhauseweg machen, um deine Fische nicht unnötigen Gefahren oder Belastungen auszusetzen. Die verschlossenenen Beutel kannst du nun in dein Aquarium legen, damit sich das in ihnen befindliche Wasser an die Wassertemperatur deines Aquariums angleichen kann. Nach ungefähr 10 Min kannst du die Beutel öffnen und jeweils ein paar Becher deines eigenen Aquariumwassers in die Beutel hinzugeben. Dieser Schritt ist sehr wichtig, denn deine Fische müssen sich erst an dein Aquariumwasser gewöhnen bevor du sie einsetzen kannst.

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Nach weiteren 15 Min kannst du die Fische jetzt vorsichtig mit deinem Kescher in das Aquarium setzen. Schütte hierbei niemals den Wasserinhalt samt Fischen in dein Aquariumbecken, denn das aus dem Zoogeschäft stammende Wasser kann verunreinigt oder mit Medikamentenrückständen versehen sein. Wenn die ersten Fische schon einige Wochen nach dem Aquarium Einrichten im Becken leben, kannst du weitere Fische einzusetzen. Wie schon beim ersten mal ist es auch jetzt wieder sehr wichtig, nicht zu viele Fische auf einmal einzusetzen und auch häufiger die Wasserwerte zu kontrollieren.

Übrigens: In meinem Artikel Aquarium-Fische kaufen – Das Quarantäne-Becken zeige ich dir wie du das einschleppen von Krankheitserregern 100-prozentig verhindern kannst. 

Bitte nicht zu viele Fische

Viele Aquarianer tendieren gerade zu Beginn ihres Hobbys und nach dem ersten Aquarium Einrichten zu einem viel zu hohen Fischbesatz in ihrem Becken. Steht man erst einmal vor den vielen Becken in einem Zoo-Laden, ist die Versuchung groß mehr Fische als eigentlich geplant in das heimische Aquarium einzubringen. Auch wenn es schwer fallen kann, sollte man immer lieber zu wenige als zu viele Bewohner im Aquarium halten. Ein zu hoher Besatz beeinträchtigt maßgeblich das natürliche Gleichgewicht deines Aquariums und es kann zu einem übermäßigen Algenwuchs und einem insgesamt negativen Lebensraum für Fische und Pflanzen kommen.

Spätestens jetzt solltest du auf einen regelmäßigen Tag-/Nacht-Rhythmus für deine Fische achten. Durch die getrübte Freude an einem nicht nach Wunsch funktionierenden Aquariums resignieren viele Aquarianer nach einer Zeit und nicht wenige geben das Hobby auch wieder auf. In den nächsten Wochen solltest du stetig deine Wasserwerte im Auge behalten und deinem Aquarium weitere Zeit zum Einlaufen geben.

Weiter gehts in Woche 5 mit dem Artikel Aquarium Einrichten: Erste Schritte in der Pflege.

3 Kommentare

  1. Markus

    Danke für den ausführlichen Artikel. Fange nach über 10 Jahren Pause jetzt wieder mit der Aquaristik an und habe vieles vergessen. Grüße aus dem Schwarzwald

  2. Frank

    Top Artikel. Ich habe mir auch erst vor kurzem ein 100cm Aquarium mit ziemlich dichtem Pflanzenbesatz zugelegt und dachte mir, dass ich für die ganzen Pflanzen auch die entsprechende Menge Licht brauche. Habe mir Leuchtbalken geholt und dann festgestellt, dass es ohne CO2 dann doch schon zu viel Licht war obwohl die Wattleistung vergleichsweise gering war. Erst als die CO2 Anlage dann angeschlossen war sind die unschönen Algen auch wieder verschwunden.

    1. Martin (Beitrags-Autor)

      Freut mich, dass dir der Artikel gefällt. ja eine CO2 Anlage macht schon viel aus, vor allem bei einer starken Beleuchtung. Durch den schnellen Pflanzenwuchs kann man den Algen effektiv die Lebensgrundlage entziehen.

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